Laborast L5

Essen gegen
Höhenmeter.

Nicht gegen Langeweile. Eine Wachauer Marille ist kein Plan. Ein Plan ist, wann der Magen auf 9 % Steigung noch mitspielt. Pässe: KN-04. Achse: KN-14.

FENSTER A

Vor dem Pass

Kohlenhydrate, die du kennst. Kein neues Gel am Parkplatz Großglockner. Salz, wenn die Nacht warm war. Kaffee ja, zweite Kanone nein — die Kehren brauchen eine ruhige Hand, keinen Tremor. Vor der Wachau gilt dasselbe: nicht in der Schlange von Dürnstein frühstücken.

FENSTER B

Am Hang

Kleine Happen in flacheren Stücken, nicht in der steilsten Rampe. Trinken im Sitzen. Wer erst oben isst, fährt die Abfahrt mit leerem Kopf. 40–60 g KH pro Stunde als Startwert, nicht als Religion. In der Höhe werden Gels zäh — Tasche innen, nicht am Eiswind.

FENSTER C

Nach der Abfahrt

Etwas Warmes, wenn die Finger weiß sind. In 2301: Salz und Wasser vor dem Foto. Der Logger wartet. Der Kreislauf wartet nicht. Nach Donauachse: nicht erst zu Hause die erste Flasche leeren — du bist schon leer.

Wasser ist Gelände

Auf der Donauachse gibt es Schattenlücken von zwanzig Kilometern. Zwei Flaschen sind dort Pflicht, eine ist Leichtsinn. In den Hohen Tauern lügt die Kälte: du schwitzt unter der Weste und merkst es spät. Wir mischen leicht, nicht süß wie Limonade — die zieht Wespen und Übelkeit an.

Laborwoche: an Hangtagen nicht experimentieren. Neues Gel gehört in eine lockere Ausfahrt, nicht in B-12. Siehe Kadenzlabor.

Einzelner Rennradfahrer auf einer ansteigenden Straße in Österreich

Fragen zum Treibstoff

Almhütte als Verpflegung?

Als Zufall, nicht als Plan. Öffnungszeiten folgen nicht deinem Schwellenblock. Fenster A vor der Schranke.

Koffein am Kamm?

Kleine Dosis, die du kennst. Zweite Kanone in der Abfahrt ist zittrige Bremse.